Botanischer Garten

Der Botanische Garten der Johannes Gutenberg-Universität ist ein wissenschaftlicher Garten. Er hat zum Ziel, ein möglichst breites Spektrum der Vielfalt der Pflanzen (Moose, Farne und Samenpflanzen) zu repräsentieren und zur Erforschung und Erhaltung dieser Vielfalt beizutragen. Regional setzt sich der Garten für die Bewahrung der seltenen Pflanzen von Rheinland-Pfalz ein. Durch die Kultur bedrohter Arten und die Erläuterung ihres Stellenwertes, versucht er einen Beitrag zum Schutz ihrer Lebensräume zu leisten. Auf nationaler Ebene engagiert sich der Garten im Verband Botanischer Gärten. Zudem ist er Teil des globalen Netzwerkes Botanischer Gärten, die im BGCI (Botanic Gardens Conservation International) zusammengeschlossen sind.

Durch die günstige Lage im milden und relativ trockenen Weinbauklima können im Botanischen Garten der Universität Mainz viele wärmeliebende Pflanzen das ganze Jahr im Freiland kultiviert werden. Ergänzend zu einer Nachbildung der "Mainzer Sand-Flora" entstand in den vergangen Jahren der neue Themenbereich Steppengebiete Europas. Weitere Schwerpunkte der Sammlungen bilden die Familien der Blütenpflanzen, Gehölze der gemäßigten Zone der Nordhemisphäre, Kalthauspflanzen der mediterranen Klimazonen und der Südhemisphäre sowie tropische und subtropische Nutzpflanzen. In den Gewächshäusern stehen neben verwandtschaftlichen Kriterien die unterschiedlichen Wuchs- und Lebensformen tropischer Pflanzen im Mittelpunkt. Zudem unterhält der Botanische Garten der Universität Mainz eine der größten Forschungssammlungen der Gattung Salbei (Salvia) in Europa.

Der Botanische Garten ist ein vitaler Bestandteil der Johannes Gutenberg-Universität und orientiert sich an deren Leitbild. Durch Führungen, Ausstellungen und Sonderveranstaltungen vermittelt der Botanische Garten das Wissen über pflanzliche Vielfalt und ihre Bedeutung einer breiten Öffentlichkeit. Nicht zuletzt ist der Garten ein Ort der Muse und Entspannung auf dem Campus der Universität und naturnaher Lebensraum in einem städtisch geprägten Umfeld.

 

Index Seminum des Botanischen Gartens der Universität Mainz
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Botanische Gärten sind seit mehr als 300 Jahren durch den Austausch von Samenkatalogen (Indices Seminum) miteinander verbunden. Für viele Gärten ist dies die wichtigste Quelle für den Erhalt und Ausbau ihrer Pflanzensammlungen. Die Weitergabe von Pflanzenmaterial erfolgt ausschließlich zu nicht-kommerzieller Nutzung in Forschung, Bildungsarbeit oder Naturschutz unter strenger Beachtung der Biodiversitäts-Konvention (CBD).

Der Botanische Garten der Johannes Gutenberg-Universität gibt seit 1950 einen Index Seminum heraus, der aktuell an etwa 400 Botanische Gärten weltweit verschickt wird. Bestellungen von Privatpersonen oder kommerziellen Interessenten sind nicht möglich: Index Seminum 2017 | Hortus Botanicus Universitatis Moguntinae  (855 KB)