Nonibaum

Wissenschaftlicher Name: Morinda citrifolia L.
Pflanzenfamilie: Rötegewächse (Rubiaceae)
Heimat: Südostasien, Australien, pazifische Inseln
Hauptanbaugebiete: pazifische Inseln

Verwendung: Der Nonibaum ist in Polynesien eine traditionelle Heilpflanze mit breitem Anwendungsspektrum. Zudem kann aus der Rinde der Pflanze ein roter Farbstoff (Turkey Red) und aus der Wurzel ein gelber Farbstoff gewonnen werden. Beide wurden früher in Indien in großem Umfang zum Färben von Stoffen genutzt. Zur Not sind die Früchte und Blätter essbar, und aus der reifen Frucht kann ein Insektizid gewonnen werden. Für uns ist die Pflanze relevant, da seit einigen Jahren auch in Europa Noni-Fruchtsaft angeboten und als besonders gesundheitsfördernd beworben wird. Eine Zulassung als Arzneimittel besteht in Europa aber nicht.

Besonderheiten: Noni-Fruchtsaft fällt in der Europäischen Union unter den Begriff der „neuartigen Lebensmittel“ (Novel Food), die eine Zulassung nach der „Novel Food-Verordnung“ benötigen. Davon sind alle Lebensmittel und Lebensmittelzutaten betroffen, die in Europa vor dem 15. Mai 1997 nicht in nennenswertem Umfang für den menschlichen Verzehr verwendet wurden. Anbieter von „Novel Food“ müssen nachweisen, dass von ihren Produkten keine Gefahren für die Gesundheit der Verbraucher ausgehen.


Unreife Frucht des Nonibaumes.

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Text und Foto: © Botanischer Garten Mainz, 2012.