Ölpalme

Wissenschaftlicher Name: Elaeis guineensis Jacq.
Pflanzenfamilie: Palmengewächse (Palmae)
Heimat: Tropisches Westafrika
Hauptanbaugebiete: Indonesien und Malaysia, Kolumbien

Verwendung: Die Frucht der Ölpalme ähnelt einer Olive: sie hat einen harten Steinkern, der den Samen enthält, und ein fleischig-cremiges Fruchtfleisch, das allerdings von Fasern durchzogen ist. Fruchtfleisch und Steinkern speichern beide sehr viel Fett, werden aber getrennt verarbeitet. Das Fruchtfleisch liefert das Palmöl, das einen hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren enthält und in der nativen Form, als 'Rotes Palmöl', auch sehr viel Vitamin E und Vitamin A. Es ist ein hochwertiges Speiseöl. Der Steinkern liefert das Palmkernöl, das dem Kokosfett ähnelt, vorwiegend aus gesättigten Fettsäuren besteht und bei Raumtemperatur fest ist.

Besonderheiten: Palmöle sind überall: Margarine, Eiscreme, Schokolade, Kosmetika, Seife, Reinigungsmittel, Biodiesel. Kein Tag in unserem Leben vergeht ohne den Konsum dieser Mega-Nutzpflanze. Die Ölpalme ist mit weitem Abstand die ertragreichste aller Öl liefernden Pflanzen. Ihr Flächenertrag ist fünfmal so hoch wie der von Raps. Es gibt also im Grunde keine bessere Pflanze, um den steigenden Bedarf der Weltbevölkerung nach Speiseöl und Pflanzenfetten für Industrie und Biokraftstoffe zu decken. Die Sache hat nur einen Haken: Ölpalmen können nur in Regionen angebaut werden, in denen von Natur aus tropischer Tieflandregenwald wächst. Und das sind die Ökosysteme mit der höchsten biologischen Vielfalt. Der ungebremste und oft auch unkontrollierte Ausbau der Palmölplantagen bedroht daher die Artenvielfalt der Tropen.

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Text und Foto: Botanischer Garten Mainz, 2012. 

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