Chinesische Wasserkastanie

Wissenschaftlicher Name: Eleocharis dulcis (Burm.f.) Henschel ‘Tuberosa‘
Pflanzenfamilie: Sauergräser (Cyperaceae)
Heimat: Tropisches Afrika - Indien - SO-Asien - Fidschi-Inseln
Hauptanbaugebiete: S-China, Philippinen, Vietnam, Thailand

Verwendung: Die Wasserkastanie ist eine binsenartige Wasserpflanze. Ihre kastanienförmigen Knollen wachsen an den Spitzen unterirdischer Rhizome im schlammigen Boden. Sie werden roh oder gekocht gegessen und bilden in Südostasien ein wichtiges und weit verbreitetes, stärkehaltiges Nahrungsmittel, das vielfältig zubereitet werden kann. Bei uns kann man sie meist nur als Konserven kaufen. In China- oder Thai-Restaurants werden sie verschiedenen Gerichten beigemischt. Sie schmecken angenehm süßlich und sind leicht an ihrer ungewöhnlichen Konsistenz zu erkennen. Auch gekocht sind sie noch knackig wie ein frischer Apfel.

Besonderheiten: Rohe Wasserkastanien sind zwar sehr lecker, ihr Genuss ist aber eine der Hauptursachen für die in Südostasien weit verbreitete Infektion mit dem Riesendarmegel (Fasciolopsis buski). Seine eingekapselten Larven haften oft an den Knollen von Wasserpflanzen. Wenn man sie ungekocht mitisst, entwickelt sich der üble Parasit zu einem 8 cm langen Saugwurm in unserem Darm. Also besser Finger weg von den Knollen in unserem Wasserbecken, man weiß ja nie.

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Text und Foto: © Botanischer Garten Mainz, 2012.