Faserbanane

Wissenschaftlicher Name: Musa textilis Neé
Pflanzenfamilie: Bananengewächse (Musaceae)
Heimat: Philippinen und Borneo
Hauptanbaugebiete: Philippinen, Ecuador

Verwendung: Diese Bananenart ist nicht zum Essen, ihre Früchte bleiben klein und enthalten steinharte Samen. Sie stammt von den Philippinen und ist dort eine wichtige Faserpflanze. Die Fasern werden als Abaca oder Manila-Hanf bezeichnet. Im Unterschied zu vielen anderen Fasern bleiben sie sehr reißfest, auch wenn sie nass sind. Zur Fasergewinnung werden die Bananenpflanzen nach etwa 18 Monaten erstmals abgeschnitten. Aus dem Wurzelstock treiben immer wieder neue Schösslinge. Der Scheinstamm der Banane besteht ähnlich wie eine Zwiebel aus vielen Blattscheiden, in denen die Faserbündel in Längsrichtung verlaufen. Sie werden herausgelöst, in der Sonne getrocknet und zu Ballen gebündelt.

Besonderheiten: Ursprünglich wurden aus den Abaca-Fasern vor allem Kleidung, Matten, Seile und Fischernetze hergestellt. In der Zeit der Segelschifffahrt fertigte man aus Abaca die haltbarsten Taue. Heute spielt das keine Rolle mehr, Kleider werden vorwiegend aus Baumwolle, Seile aus synthetischen Fasern gemacht. Aber die Abaca-Faser ist nach wie vor ein wichtiger pflanzlicher Rohstoff. Aus ihr werden heute Spezialpapiere hergestellt, die wir täglich verwenden: etwa als Wurstpelle oder als Teebeutel. Kein anderes Papier kann so feinporig und reißfest hergestellt werden und ist zudem noch geschmacksneutral.

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Text und Foto: © Botanischer Garten Mainz, 2012.

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