Riesengrenadille

Wissenschaftlicher Name: Passiflora quadrangularis L.
Pflanzenfamilie: Passionsblumengewächse (Passifloraceae)
Heimat: Südamerika
Hauptanbaugebiete: Süd- und Mittelamerika, Tropen weltweit

Verwendung: Die Riesengrenadille gehört wie die Maracuja zu den Passionsblumen. Sie stammt aus dem nördlichen Südamerika und wird heute weltweit in den Tropen, meist aber nur für den lokalen Verbrauch, angebaut. Ihre Früchte werden bis 30 cm groß und haben ein dickes melonenartiges Fruchtfleisch. Sie können unreif als Gemüse gekocht werden; ausgereift werden sie als Obst gegessen oder zu Kompott verarbeitet. Die saftige Hülle der Samen hat ein angenehmes, leicht säuerliches Aroma. Die Riesengrenadille ist ideal für den tropischen Hausgarten, da sie auch medizinisch genutzt werden kann. Ein Tee aus den Blättern wird als Beruhigungs- und Angst lösendes Mittel und gegen Kopfschmerzen verwendet..

Besonderheiten: Die Bezeichnung „Grenadille“ für die Früchte der Passionsblumen ist aus dem spanischen „granadilla“ (kleiner Granatapfel) abgeleitet. Die Spanier hatten die Früchte im 16. Jahrhundert bei der Eroberung Perus kennengelernt. Sie nannten sie „granadilla“, da bei den kleinfruchtigen Passionsblumen, zu denen auch die Maracuja gehört, genau wie beim Granatapfel nur die saftigen Hüllen der Samen gegessen oder ausgepresst werden. Die Riesengrenadille ist die einzige Passionsblume, deren Fruchthülle fleischig und essbar ist.

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Text und Foto: © Botanischer Garten Mainz, 2012.