Tropische Nutzpflanzen

Pressemitteilung (Mainz, 18. Juni 2003)

Von Gewürzen, tropischen Riesen und Wellness-Pflanzen: Tropische Nutzpflanzen bestimmen den Alltag | Sonderausstellung im Botanischen Garten vom 18. Juni bis 30. September 2003 widmet sich der Bedeutung von tropischen Nutzpflanzen für den Alltag

Was wäre, wenn es sie nicht gäbe? - Tropische Nutzpflanzen begegnen uns überall im Alltag und beeinflussen unsere Lebensweise viel stärker, als die meisten von uns wissen. Das Spektrum reicht dabei von Gewürzen und wichtigen Grundnahrungsmitteln über Südfrüchte, Genussmittel, Arzneipflanzen, industrielle Rohstoffe bis hin zu Wellness-Pflanzen. Am Beispiel von 22 ausführlichen Pflanzenporträts zu elf Themenbereichen zeigt die Ausstellung "Tropische Nutzpflanzen" vom 18. Juni bis 30. September 2003 im Botanischen Garten der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, welche Bedeutung diese Pflanzen für unser tägliches Leben haben.

Die Vielfalt der tropischen Nutzpflanzen ist auch für den Botaniker kaum überschaubar. Exakte Zahlen, wie viele Pflanzen in den Tropen tatsächlich genutzt werden, gibt es nicht: "Allein die Zahl der Kulturpflanzen, also derjenigen Pflanzen, die vom Menschen angebaut werden, wird mit knapp 5000 Arten angegeben. In großem Umfang werden davon allerdings nur etwa 160 Pflanzenarten angepflanzt", erklärt der Leiter des Instituts für Spezielle Botanik und Botanischer Garten, Univ.-Prof. Joachim W. Kadereit, Ph.D., "die wichtigsten davon, etwa Mais oder Reis, gibt es dann aber in Hunderten verschiedener Sorten und Züchtungen."

Um angesichts dieser Komplexität einen Überblick zu geben, präsentiert die Sonderausstellung 22 ausführliche Pflanzenporträts zu elf Themenbereichen. Das Spektrum reicht dabei von den tropischen Gewürzen, die teilweise bereits im Altertum nach Europa kamen, bis zu den Wellness-Pflanzen der Gegenwart. Dazwischen stehen die Südfrüchte, die im Supermarkt zu kaufen sind, die tropischen Pflanzen auf unseren Feldern, Genussmittel, Produkte aus der grünen Apotheke, industrielle Rohstoffe und die Frage, wem gehört eigentlich diese ganze tropische Vielfalt? Und dann erzählt die Ausstellung noch eine "Kolonialgeschichte", nämlich die Beschreibung der Brotfruchtreisen des William Bligh, der durch die Verfilmung der "Meuterei auf der Bounty" legendär geworden ist.