Frucht- und Samengarten

Pflanzen können nicht weglaufen. Aber das ist kein Problem. Einmal verwurzelt, können sie zum Teil Jahrhunderte an einer Stelle ausharren und mit den gegebenen Klima- und Bodenverhältnissen klarkommen. Und mit ihren Früchten und Samen sind Pflanzen in der Lage zu reisen und enorme Entfernungen zurückzulegen. Nicht nur räumliche Distanzen können auf diese Weise überwunden werden, auch zeitliche Perioden von mehreren Jahrzehnten können überdauert werden. Das macht unseren Planeten eigentlich zu einer stabilen grünen Welt. Neue Lebensräume können von Pflanzen innerhalb kürzester Zeit besiedelt werden.

Der Frucht- und Samengarten widmet sich diesen erstaunlichen Eigenschaften der Pflanzen und zeigt anhand von etwa 70 Pflanzenarten, welche Ausbreitungsmechanismen und Strukturen im Laufe der Evolution entstanden sind. Außerdem geht es um die Rolle, die der Mensch bewusst oder unbewusst im Ausbreitungsprozess der Pflanzen spielt. Sei es durch den gezielten Anbau von Pflanzen, durch die Veränderung von Lebensräumen oder die Verschleppung gebietsfremder Arten, die sich zu invasiven Neophyten entwickeln können.

Die Vorbereitungen zu diesem neuen Themengarten im hinteren Quadranten der Biologischen Abtreilung haben 2017 begonnen. Ab Mai 2018 erfolgt die endgültige Bepflanzeung und die Anbringung der Informationstafeln. Weitere Informationen folgen in Kürze.