Aktuell

Artenvielfalt fördern am Appelbach

Zahlreiche Unterstützung bei der Aussaat und Pflanzung der Behaarten Karde am Appelbach bei Pfaffen-Schwabenheim. Von links: Marc Ullrich, Dr. Ute Becker, Michael Simon. (Foto: Franziska Hahn)

Am Montag, den 10. Oktober 2022, kamen zahlreiche Helferinnen und Helfer, darunter der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Bad Kreuznach Marc Ullrich und Michael Simon, Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Bad Kreuznach, bei bestem Wetter zum Naturerlebnispfad am Appelbach in Pfaffen-Schwabenheim. Hier fand im Rahmen des Projektes WIPs-De II (Wildpflanzenschutz Deutschland) gemeinsam mit der Interessengemeinschaft ProNatur e.V. eine Ansiedlung der Behaarten Karde (Dipsacus pilosus) statt. Weiterlesen "Artenvielfalt fördern am Appelbach"

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Thementag zur neuen Saatgutbank

Am Sonntag, dem 4. September 2022 lädt der Botanische Garten der Johannes Gutenberg-Universität Mainz von 11 bis 17 Uhr zu einem Thementag rund um die neue Saatgutbank für Wildpflanzen ein. Auf dem Programm stehen Führungen, Livemusik, der traditionelle Pflanzenbasar, und ein breit gefächertes Mitmachprogramm der Grünen Schule.

Im April wurde im Botanischen Garten ein neues Gebäude eingeweiht, in dem eine Saatgutbank für Wildpflanzen aufgebaut wird. Es ist erst die vierte Einrichtung dieser Art in Deutschland. Sie dient dazu, Samen von gefährdeten und seltenen Wildpflanzen über Jahrzehnte keimfähig einzulagern. Das erweitert die Möglichkeiten des Botanischen Gartens, Pflanzen für Forschung, Lehre und Bildung bereitzustellen und bietet zusätzliche Optionen für den botanischen Artenschutz in Rheinland-Pfalz. Denn für den Erhalt gefährdeter Wildpflanzen reichen Schutzmaßnahmen in der Natur oft nicht mehr aus. Zu schnell und zu tiefgreifend sind die Veränderungen der Lebensräume durch den Klimawandel, hohe Nährstoffeinträge und anhaltenden Flächenverbrauch. Botanische Gärten können einen wertvollen Beitrag zum Artenschutz leisten. Sie vereinen in besonderer Weise wissenschaftliche, gärtnerische und pädagogische Expertise, die für die Lagerung von Saatgut, für Wiederansiedlungsprojekte und für Bewusstseinsbildung zur biologischen Vielfalt erforderlich sind. Weiterlesen "Thementag zur neuen Saatgutbank"

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Botanischer Garten und Grüne Schule beteiligen sich an Zertifizierung von Artenkenntnissen

Um die botanische Artenkenntnis steht es selbst bei den Studierenden der Biologie nicht immer gut. Zwar müssen alle eine Bestimmungsklausur bestehen, aber dabei geht es vor allem um den Umgang mit der klassischen Bestimmungsliteratur. Pflanzen auf Anhieb sicher erkennen ist dabei nicht entscheidend. Aber gerade das muss man können, wenn man Pflanzengesellschaften und Lebensräume in der Natur beurteilen will. Angesichts der sich verschärfenden Biodiversitäts- und Klimakrise ist es von großer Bedeutung, dass es genügend Artenkenner gibt, die Veränderungen im Artenspektrum erfassen und dokumentieren können. Weiterlesen "Botanischer Garten und Grüne Schule beteiligen sich an Zertifizierung von Artenkenntnissen"

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Cheirolophus – die App hätte es natürlich gleich gewusst

Auch Experten fällt es nicht immer leicht, unbekannte Pflanzen sicher zu bestimmen. Zum Glück gibt es dafür inzwischen digitale Hilfsmittel - die man dann aber auch richtig einsetzen muss. Ein Beispiel: Vor kurzem ist uns im Alpinum des Botanischen Gartens eine Pflanze aufgefallen, die sich in der Anlage ausgebreitet hat, aber offensichtlich nicht richtig bestimmt war. Gekommen war die Pflanze bereits 2003 als Saatgut aus einem Botanischen Garten in Portugal unter dem Namen Centaurea triumfettii (Bunte Flockenblume). Ursprünglich gesammelt war das Saatgut an der portugiesischen Küste, etwa 80 km nördlich von Lissabon.

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Hirsch von Anne Kuprat

Die filigrane Skulptur des aus Zweigen gefertigten Hirschs wird man vielleicht erst auf den zweiten Blick im Arboretum des Botanischen Gartens entdecken. Es wirkt, als sei der Hirsch gerade auf die kleine Freifläche hervorgetreten und nehme nun die Witterung wahr.

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Ringvorlesung Gärten und Ideallandschaften

Der Botanische Garten beteiligt sich in diesem Sommersemester an der interdiszipliären Ringvorlesung Gärten und Ideallandschaften zur Geschichte der Gärten in der menschlichen Kulturwerdung seit den Antike. Organisiert wird die Veranstaltungsreihe, die sich an ein breiten Publikum wendet, von Prof. Dr. Doris Prechel und Prof. Dr. Christine Walde am Institut für Altertumswissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die Reihe umfasst von Ende April bis Juli insgesamt elf Voträge und eine Führung durch den Botanischen Garten. Eine Teilnahme an den Vorträgen ist sowohl in Präsenz im Hörsaal P2 des Philosophikums als auch online via Microsoft Teams möglich. Nähere Informationen finden Sie auf der Internetseite des Instituts für Alterumswissenschaften.

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Saatgutbank für Wildpflanzen eröffnet

Großes öffentliches Interesse beim Grußwort der Ministerin Katrin Eder anlässlich der Eröffnung der Saatgutbank für Wildpflanzen (Foto: Peter Pulkowski)

Im Botanischen Garten der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist in einem neuen Gebäude eine Saatgutbank für Wildpflanzen eröffnet worden. Darin können Samen seltener und gefährdeter Pflanzenarten jahrzehntelang keimfähig gelagert werden. Das Projekt entwickelte sich aus der Beteiligung des Botanischen Gartens und der Grünen Schule an einem deutschlandweiten Verbundprojekt zum Schutz gefährdeter Wildpflanzen (WIPs-De). Die Saatgutbank ermöglicht neue Forschungs- und Bildungsprojekte im Botanischen Garten und bietet zusätzliche Optionen für den botanischen Artenschutz in Rheinland-Pfalz. Weiterlesen "Saatgutbank für Wildpflanzen eröffnet"

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Die Strauch-Kirsche ist ein Steppenrelikt

Die Strauch-Kirsche ist eine Wildkirschen-Art, die in Deutschland nur in den trockenen Regionen Rheinhessens, Thüringens und Sachsen-Anhalts vorkommt. Das Hauptverbreitungsgebiet der nur etwa 1-1,5 m hohen Kirsche liegt weiter östlich und erstreckt sich über Ost- und Südosteuropa bis nach Kasachstan. Die Vorkommen in Rheinhessen sind die westlichsten Standorte, sie werden als Relikte einer eiszeitlichen Steppenvegetation gedeutet. Dass sie sich bis heute in der landwirtschaftlich intensiv genutzten Region erhalten haben, verdanken sie vor allem konkreten Schutzmaßnahmen.

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Unsere Empfehlung zu Weihnachten – Berglorbeer aus Kalifornien

Der große Kalifornische Berglorbeer des Mainzer Botanischen Gartens im Dezember 2021

Nein, es geht nicht um eine Alternative zur Nordmanntanne. Auch nicht um experimentelle Glühweinrezepte für die stillen Tage, das könnte in diesem Fall leicht mit Kopfschmerzen enden. Nein, wir empfehlen - ganz schlicht - einen Weihnachtspaziergang zum Kalifornischen Berglorbeer (Umbellularia californica). Denn dieser immergrüne Baum mit dem herben Lorbeer- und Kampferduft kommt ganz neu zur Geltung, seit die alte Thuja-Hecke im Eingangsbereich des Botanischen Gartens entfernt ist.

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Neue Infotafeln im Arboretum

Das Arboretum des Botanischen Gartens ist im vergangenen Jahr 70 Jahre alt geworden und hat nun nachträglich zu seinem runden Geburtstag drei große Infotafeln erhalten. Ab 1950 hatte man mit der Anlage dieses Gartenbereichs begonnen und erste Pflanzungen vorgenommen. Ein Luftbild auf einem Jahr 1956 auf der ersten der drei Tafeln zeigt wie der Garten auf völlig freiem Feld am Randes des damals noch überschaubaren Universitätscampus angelegt war. Auf jeder der drei großen Tafeln wird in zweisprachigen Texten (deutsch/englisch) dann ein spezielles Thema erläutert: Was ist ein Arboretum? Was ist ein Baum? Und was sind die Besonderheiten des Mainzer Arboretums. Finanziert wurden die Infotafeln wie immer vom Freundeskreis des Botanischen Gartens.

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